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Viele sind super aber wir sind Spitze!

Das Motto vieler Spitze!

 

In der IG Spitze treffen sich Liebhaber der Spitze und engagierte Züchter. Notwendig wurde ein Zusammenschluss, weil es für einige Varietäten der Spitze in der Zucht grauenvoll aussehen würde, hätte man sich nicht auf ein zukunftsweisendes Zuchtprogramm geeinigt. Dieses musste dem Vorstand des IHV vorgelegt werden und wurde gründlich geprüft.

Die IG dient in erster Linie der Zusammenarbeit der Züchter untereinander und auch mit dem Vorstand, aber auch Züchterkollegen, aus anderen Verbänden können sich hier mit uns austauschen, denn für die Zukunft der Spitze ist ein Miteinander wichtig, aber auch interessierten Hundefreunden, die nicht züchten können sich in der IG informieren oder mitarbeiten, denn unsere Spitze brauchen viel Werbung.

Nichts wiederlegt besser, dass Spitze keine kläffenden, beißenden Köter sind, als echte Spitze die auf der Straße, den Hundeplätzen oder auch Ausstellungen gezeigt werden.

 

Leider sind diese Hunde so selten geworden, dass die meisten Menschen sie nicht mehr erkennen. Oft wird man auf seinen schönen, folgsamen Hund angesprochen und wenn man sagt, es sei ein Spitz, sind viele erstaunt.

 

 

Kleine Historie der IG Spitze im IHV

oder

Begründer des zukunftsweisendsten Zuchtprogramms für gesunde und typvolle Spitze organisieren sich 

 

In den Jahren 2008 und 2009 entschlossen sich etliche Spitzliebhaber den Verein, in dem sie bis dato organisiert waren zu verlassen, da eine vernünftige Zucht dort immer unmöglicher wurde.

Als Ursache des Dilemmas, besonders was die Zucht der stark vom Aussterben bedrohten Großspitze anging, wurde der damals gültige Standart der FCI angesehen und dessen Auslegung.

 

Nun ist es der Präsenz des IHV zu verdanken, dass all diese Menschen sich in diesem einen Verband trafen, denn nur zusammen ist man stark. Die Übereinstimmung was Zuchtstrategien und längst überfällige Erneuerungen angeht ist in der Gruppe der Spitzzüchter sehr hoch; schnell war man sich einig, dass man eine sinnvolle Zucht nur betreiben kann, wenn man sich von dem ursprünglichen Standart verabschiedet. Im August 2009 trafen sich Spitzzüchter und der Vorstand des IHV um über eine Zucht und einen Zusammenschluss der Spitzzüchter zu sprechen.

 

Wir sind mit einer nenneswerten Zahl Spitze dort erschienen, um dem Vorstand von der Liebenswürdigkeit der Spitze und der Qualität der einzubringenden Hunde zu überzeugen. Es ist schon mehr als Zufall, dass der Sachverständige des IHV früher selber Spitzhalter war und dieser Rasse heute noch sehr zugetan ist. Unsere Hunde konnten überzeugen, was uns nicht verwunderte und auch Züchter und Vorstand konnten sofort auf einer Sachebene miteinander sprechen.

Man erklärte sich bereit, uns zu unterstützen, wenn wir eine schriftlich ausgearbeitete Begründung erstellen würden. Mit Fug und Recht kann man behaupten, dass an diesem sonnigen Augusttag 2009 der Grundstein gelegt wurde für eine vernünftige und innovative Zucht der deutschen Spitze. Das Zuchtprogramm im IHV ist europaweit einzigartig in seiner Konsequenz der Maßnahmen, allerdings macht es ein besonderes Engagement der Züchter unumgänglich.

 

Mit fieberhaftem Eifer machten sich die Züchter an die Arbeit, Telefone glühten, e-mails wurden zu allen möglichen Zeiten versandt und manch andere Aufgabe zurückgestellt. Folgende Themenbereiche wurden erarbeitet:

Ist- Situation 
Es wurde eine ausführliche Analyse der damaligen Situation der Spitzzucht in Deutschland angefertigt, hierzu wurde die Datenbank, aktuelle Zuchtbücher, die spärliche Literatur aus Europa, die sich mit dem Spitz befasst und ganz viel Wissen langjähriger Spitzzüchter herangezogen. Die Datenbank war dabei eine unschätzbare Hilfe, zeigte sie doch z.B. eindrucksvoll auf wie die Inzuchtwerte steigen und welche Anpaarungsmöglichkeiten noch bleiben und welche Inzuchtwerte damit erreicht werden.

Historische Situation

Hierzu wurden in erster Linie die Zuchtbücher der deutschen Spitze aus den 30er, 40er und 50er Jahren herangezogen. Vereinzelt konnten wir auf Quellen zurückgreifen die aus den Anfängen des 19. Jhdts. stammen. Ergänzt und illustriert wurde alles durch historische Aufnahmen der Spitze. Hierzu bedanken wir uns für die Mitarbeit zweier Antiquariate, dem österreichischen Hundemuseum und etlichen Spitzzüchtern im In- und Ausland.

Rassedefinition

Obwohl eigentlich jeder Züchter und Zuchtverband sich mal Gedanken darüber gemacht haben sollte, was eigentlich der Begriff "Rasse" umschreibt, sahen wir die dringende Notwendigkeit den Begriff "Rasse" zu klären. Denn der Irrglaube, dass Rasse ein möglichst einheitliches äußeres Erscheiningsbild eines Hundes bedeutet ist so falsch wie kotraproduktiv! Dieser weit verbreitete Wunsch vieler Züchter, möglichst einheitliche Hunde zu produzieren führt dazu, dass Inzucht oder Linienzucht als Mittel der Wahl in Kauf genommen wird.
Anhand von historischen Aufnahmen kann jeder Hundefreund leicht verfolgen, wie sich das Aussehen der Hunde im Laufe der Zeit verändert hat. Nicht immer zum Vorteil für Gesundheit und Langlebigkeit, denn in der jüngeren Vergangenheit wurden Ausstellungen als Kriterium für die Zucht verwendet und die Überinterpretation des Standarts und der modisch beeeinflusste Geschmack der Richter sind keine guten Parameter für die Auswahl eines Zuchttieres.

Wenn man sich mit der Entstehung der Rassen befasst, wird schnell einsichtig, dass es ursprünglich der Nutzen und die "inneren Werte" waren, die dazu führten bestimmte Merkmal züchterisch zu verfestigen und das Äußere eine untergeordnete Rolle spielte bzw. sich direkt aus der Nutzung des Hundes ableitete. Eine gute Darstellung, kurz und unter Einbeziehung des Faktors Mensch, liefert uns C. Jung, Schwarzbuch Hund, dies als Literaturtipp.

Daher leitet sich unser Motto: Wo Spitz drauf steht, muss auch Spitz drin sein! ab. Wir lehen die Verwendung von Samojeden für die Zucht weißer Großspitze ebenso ab, wie den Einsatz von Elchhunden bei den schwarzen Großspitzen, solange zumindest, solange wir noch die Möglichkeit sehen, Spitze mit möglichst wenig Inzucht zu züchten ohne das Einkreuzen von Fremdrassen. Über das Einkreuzen von nahe verwandten Rassen, die auf der Basis von deutschen Spitzen entstanden sind wird noch diskutiert, da es zur Zeit noch nicht zwingend notwendig ist auf diese zurück zu greifen.

Uns wurde vorgeworfen, dass wir Mischlinge produzieren würden, wenn wir beispielsweise Mittelspitz mit Großspitz oder Wolfsspitz mit Großspitz verpaaren würden.  Hier wird  Spitz x Spitz = Mischling, aus der völlig falschen Annahme, dass es sich bei unseren Spitzvarietäten und getrennt zu betrachtende Rassen handelt. Dabei wurden gerade die großen Varietäten in den alten Zuchtbüchern zusammen geführt und logischerweise auch zusammen verpaart. Es wurde überhaupt nur in große und kleine Spitze unterteilt. Orangefarbenen, gescheckte, cremefarbene, braune und andere Farben sind in diesen Zuchtbüchern für die deutschen Spitze aller Größenschläge belegt und wurden erst 1959 aus dem Standart für die Großspitze gestrichen, weil es nicht dem Geschmack der Zeit entsprach, somit dezimerte man auf einen Schlag und bis heute wirksam die Zuchtbasis und damit die genetische Vielfalt der Großspitze. Bei den kleineren Varietäten beließ man die Farbvielfalt.

Bei uns ist ein Spitz ein Spitz, wenn er Spitze, egal welcher Varietät als Vorfahren hat. Bei der Auswahl unserer Hunde betrachten wir die Wesensmerkmale: Wachsamkeit, Zurückhaltung gegenüber Fremden, geringe Neigung zum Jagen und Nervenstärke als zentral, gepaart mit der gewitzen clownerie des Spitzes.

Gewichtung der Zuchtkriterien

Da es unmöglich ist, alle Kriterein gleichermaßen stark zu berücksichtigen, erfolgte ein sorgfältiges Studium der Fachliteratur zum Thema Hundezucht und Genetik unter besonderer Berücksichtigung der Populationsgenetik. Besonders hilfreich erwies sich das Studium der Veröffentlichungen und der persönliche Austausch mit Prof. Sommerfeld-Stur aber auch etliche andere Kynologen und/oder Genetiker wurden sorgfältig studiert. Zu unserem großen Glück wurde gerade eine verterinärmedizinische Diplomarbeit erstellt, die sich mit den besonderen Bedingungen der Hundezucht in kleinen Populationen beschäftigte und wir konnte die dort empfohlenen Strategien weitgehend auf unser züchterisches Handeln übertragen. So entstanden eine Reihe von Empfehlungen zur Zucht. Und das besondere Augenmerk auf die Vermeidung von Inzucht bei gleichzeitigem Erhalt des alten Typs.

Und ganz klar ist, dass eines der größten Probleme in der Rassehundezucht die Inzucht ist, von der viele Spitzlinie stark betroffen sind, nur bei den kleinen Varietäten gibt es noch eine recht große und gemischte Population und es verwundert uns nicht, dass dort die Farben freigegeben sind und nicht gerade selten das Papier geändert werden musss, weil der Hund die Größengrenze zur nächsten Varietät über- oder unterschritten hat. Diese Streuung ist ein Hinweis auf genetische Vielfalt und sehr zu begrüßen, ein hohes Maß an Uniformität ist es nicht.

Besonders erfreulich ist, dass eine recht große Zahl an Welpeninteressenten diesen Ansatz unterstützt und bereit ist, auf ein Überaschungspäckchen zu warten und nicht auf eine bestimmte Größe oder Farbe festgelgt ist.

Unsere Züchter müssen schon mehr als einmal "um die Ecke denken", um einen geeigneten Anpaarungspartner für ihre Hunde zu finden, denn nicht nur die erste Generation der Welpen wird berücksichtigt, sondern auch welche Perspektiven die geplanten Welpen haben um wieder in der Zucht eingesetzt werden zu können. Auch müssen einige Regularien eingehalten werden. Wer denkt, dass die Freigabe der Farben und Abzeichen bei den Hunden dazu führte, dass alles einfacher wird, dem sei gesagt, dass das beileibe nicht der Fall ist aber unsere Züchter stellen sich dieser Aufgabe aus Überzeugung.

 

Es ist nicht möglich das ausführliche Programm auf einer Website zu veröffentlichen, einige Punkte sollen hier aber kurz aufgezählt werden:

  • Vermeidung von Inzucht durch:
  • Öffnung der Varietätengrenzen ohne Sondergenehmigung
  • die Einteilung der Größengrenzen wurde angepasst, sodass auch sogen. Dorfspitze ihren Platz finden können
  • Freigabe der Farben und Abzeichen
  • gezielte Zusammenarbeit mit Züchtern aus dem Ausland
  • Absprachen der Züchter untereinander, um die bestmöglichen Kombinationen der vorhandenen Zuchtpopulation zu erreichen
  • Unterstützung von Registerhunden, also Spitzen, die keinen Abstammungsnachweis (Papiere) haben, hier versuchen wir immer wieder typvolle und vom Wesen her typische Hunde, zur Registrierung und zum Zuchteinsatz zu bekommen, mit allen Vor- und Nachteilen.
  • Berücksichtigung von Gesundheitsaspekten und Vitalität:
  • im IHV gelten schon sehr stenge Vorschriften, was z.B: die HD und ED angeht, diese Vorschriften schließen schon Hunde von der Zucht aus, die in anderen Vereinen noch völlig ohne Auflagen zur Zucht eingesetzt werden können. Wissenschaftlich erwiesen ist aber, dass eine zu strenge Selektion auf ein Merkmal in der Zucht kontraproduktiv ist, daher können wir für diejenigen Hunde (die anderswo noch völlig ohne Auflagen eingesetzt werden könnten! ) die diesen strengen Vorschriften in Teilen nicht genügen Ausnahmegenehmigungen erhalten, die mit besonderen Auflagen verbunden sind. Hier ist wieder ein hohes Maß an Züchterengagement gefragt und die Welpenkäufer müssen ebenfalls zur Mitarbeit bereit sein. Kurz gesagt, werden im IHV Hunde zur Zuchteingesetzt die deutlich strengenen Maßstäben genügen als es landläufig der Fall ist, Hunde, die mit einer Ausnahmegenehmigung zur Zucht eingesetzt werden unterliegen immer noch deutlich strengeren Auflagen als bei anderen Vereinen. Also was bei uns schon eine Ausnahmegenehmigung braucht könnte woanders auflagenfrei zur Zucht eingesetzt werden. Somit unterliegt auch ein Wurf mit Auflagen immer noch strengern Gesundheitsmaßstäben als üblich.
  • alle Zuchthunden müssen in einem großen , internationalen Labor ihren genetischen Fingerabdruck hinterlegen. Dies ermöglicht dem Verband die Elternschaft oder auch Rassezugehörigkeit zu überprüfen, sollten Gen-Tests notwendig werden können diese mit dem schon eingelagerten Material schnell und unkompliziert durchgeführt werden. Dies ist eine freiwille Selbstkontrolle der Züchter im IHV . Der IHV war der erste Verband in Deutschland der dies für alle Züchter verpflichtend eingeführt hat !
  • Ein Programm zur Ermittlung besonders langlebiger und vitaler Linien ist in Arbeit, denn die Züchter der IG Spitze ruhen sich nicht auf dem bisher erreichten aus, auch wenn das wirklich schon ein Meisterstück darstellt.
  • Förderung der Spitze
  • In der Öffentlichkeit: unsere Züchter stellen ihre Hunde nicht nur auf Ausstellungen aus, sondern viele sind aktiv im Hundesport, nehmen an Hunderennen u.ä. Veranstaltungen teil, gestalten Rassepräsentationen und vieles mehr. Sogar einen Termin im Fernsehen haben schon Züchter aus unseren Reihen bestritten um diese wunderbare Hunderasse zu präsentieren.
  • Im Bereich der Ausbildung: im IHV wird die Ausbildung der Hunde hoch gewichtet, aber für unsere Spitze gibt es sogar spezielle Trainignskurse, die die Besonderheit der Rasse berücksichtigen und die ein besonders schnelle Lernen ermöglichen, da Spitze nun mal besonders eifrig beim Lernen sind.
  • Betreuung und Förderung der Spitze als Familienhund (Spitze sind doch keine reinen Ausstellungshunde)
  • Engagement für Notspitze

 

Interessengemeinschaft Spitze im IHV