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Alte Bilder von Spitzen 

von Andrea Baumbach geschrieben 2012

Das erklärte Ziel der IG Spitze ist es, möglichst vitale und langlebige Spitze zu züchten, die züchterischen Maßnahmen von erweiterten Gesundheitsuntersuchungen, strikter Vermeidung von Inzucht haben wir schon erläutert aber immer wieder fällt der Begriff vom "Alten Typ", damit klar wird, was gemeint ist, stellen wir hier ein paar historische Aufnahmen von Spitzen ein. Diese wurden uns freundlicherweise vom Europäischen Hundemuseum überlassen und auch die Veröffentlichung gestattet. Vielen Dank dafür, das Hundemuseum ist für jeden Hundefreund einen Ausflug wert : http://www.kulturimkloster.at/

 

Hier sehen Sie einen Wolfsspitz von 1910:

Wolfsspitz1910

Was auffällt ist die dunkle Färbung und natürlich die mäßige Felllänge! Wenn Ihnnen also ein Hund gezeigt wird, der sehr viel Fell hat, so dass die Körperkontur kaum noch zu erahnen ist, dann ist das ein Produkt des modischen Ausstellungs-Geschmacks - dass eine enorme Fellmenge nicht mehr pflegeleicht ist und bei sommerlicher Hitze den Hunden zu schaffen macht versteht sich von selbst. Leider haben wir noch niemend gefunden, der ein solches Fellmonster sein eigen nennt, der uns als Gegenüberstellung erlaubt hätte hier Bilder einzustellen - schade!

Aber schauen Sie hier:

 Ein Wolfsspitz von 1927

 Wolfsspitz 1927

Dieser Hund ähnelt in Statur und Fellmenge seinem Verwandten von 1910. Ein Hund ganz im Sinne der IG Spitze! 

 

 

Hier ein Wolfi von 1936:

 IG Spitze-Wolfsspitz 1936

Von Statur und Fellmenge ein herrlicher Hund. Was auffällt ist, dass die Mähne und der Schulterring nicht immer soo deutlich heller sind, wie viele das heute für notwendig erachten, ebenso die Maskenzeichnung, die bei den historischen Hunden oftmals nicht ganz so ausgeprägt ist.

 

Mehr Fell als der Hund auf dieser Aufnahme ist nicht notwendig, denn wenn der Spitz pflegeleicht und witterungsunempfindlich (dazu gehört auch Hitzeverträglichkeit) sein soll, dann sollten wir das Maß unserer Ahnen nicht überschreiten, denn die nutzten den Spitz noch als robusten Wachhund, der überwiegend draußen lebte.

Betrachten Sie auch mal genau das Format der Hunde, einen reinen Quadrat-Hund haben wir bei den historischen Aufnahmen nicht dabei, auch dies scheint ein Merkmal zu sein, das durch den modischen Geschmack gewünscht wurde, man darf nicht vergessen, dass ein zu kurzer Rücken für das Gangwerk nachteilig ist. Der Spitz soll ein kurzer, kompakter Hund sein aber als wichtiges Merkmal von Quadrat zu sprechen geht am ursprünglichen vorbei.

Daher haben wir mal Quadrate über die Bilder gelegt:

  

 

 

 

Historische Spitzaufnahme, Wolfsspitz 1939

Bei diesem Hund von 1939 haqben wir noch kürzeres Fell aber deutlich die helle Mähne und der helle Schulterring, auch die Maskenzeichnung ist recht deutlich. Die Verwandtschaft zu den Hüte-/Schäferhunden ist hier noch augenscheinlich.

 

Schauen Sie sich hier im Vergleich mal den Pommerschen Hütespitz an:

Pomm. Hütehund "Blitz" 1941

 Das ist "Blitz" von 1941, er wird als Pommerscher Hütehund bezeichnet

 

und das hier ist eine historische Aufnahme ohne Jahr, die einen Pommerschen Hütespitz zeigt: 

Pommerscher Hütespitz

 

Und nun habe ich eine ganz besonders interessante Aufnahme eines Großspitzes von 1949 für Sie:

Großspitz historische Aufnahme 1949

Ist das nicht ein wunderbarer Spitz? Braucht ein Hund wirklich mehr Fell? NEIN, sagen wir!

 

Fällt nicht die gute Pigmentierung der Nase und besonders der Augenlieder auf?

Schauen Sie mal weiter, dann können Sie weiter unten eine Überraschung erleben!

Ist es nicht so, dass bei der Farbreinzucht, wo immer nur weiße Hunde mit weißen Hunden verpaart werden dürfen man Probleme mit der Pigmentierung bekommt? Das sieht nicht nur nicht schön aus, das wäre ja Geschmackssache, sondern es erhöht auch die Lichtempfindlichkeit der Hunde.
Wenn Ihnen jemand erzählt, Spitze wären immer einfarbig, so hören Sie nicht darauf, es gibt reichlich Belege dafür, dass Spitze, auch die Großspitze, in vielen Farben und auch als Schecken vorkamen, die "Farbreinzucht" ist eine durch modischen Geschmack bestimmte Unsinnigkeit, die lediglich zu Inzucht geführt hat, Farbreinzucht ist vollständig abzulehnen, kein verantwortungsvoller Züchter sollte darauf beharren, solange der Gen-Pool der Spitze noch so klein ist.

Aber nun zur versprochenen Überraschung:

Dieser Hund weist deutliche dunkle Flecken auf, daher die gute Pigmentierung:

Großspitzschecke


 

Und auch historische Aufnahmen der kleinen Varietäten möchte ich Ihnenn nicht vorenthalten:

 

Ein sehr schöner kleiner Spitz von 1932. Dies ist der Typ, der sehr robust ist, der auch im Hundesport gut einzusetzen ist. Hunde diese Typs erreichen auch heute noch 15 und mehr Jahre bei großer Vitalität bis zum Schluss. Ein ernst zu nehmender Hund in handlichem Format. Viel kleiner sollte ein Hund nicht sein, denn bedenken Sie, dass starke Verzwergung zu enormen Degenerationserscheinungen führt.

Zwergspitz historische Aufnahme 1932

 

Hier haben wir eine Aufnahme aus dem Jahr 1943

 

historische Aufnahme kleiner Spitz, 1943

Dieser Hund steht in dem Typ, der heute als Zwergspitztyp bezeichnet wird, wohingegen der oben abgebildete mehr den "Kleinspitztyp" verkörpert. Zu bedenken bleibt, dass bis 1959 die Spitze lediglich in Große und Kleine Spitze unterteilt wurden, die heutige Einteilung in 5 Größenvarietäten hat der Rasse leider nur Nachteile gebracht, die Züchter haben allerdings dadurch mehr Ausstellungsklassen. Mit der Anwendung des gesunden Menschenverstandes, sollte man nicht nur die Farben bei den Spitzen frei geben, sondern auch die Größeneinteilungen wieder anpassen, der genetischen Varianz und damit der Gesundheit und Vitalität der Hunde würde es nützen.

Daher haben die Züchter im IHV große Freiheit, was die Verpaarung der einzelnen Varietäten angeht, müssen dafür aber ein höheres Maß an Gesundheitsuntersuchungen berücksichtigen - zum Wohle der Hunde.

 


Im Folgenden veröfentlichen wir hier die Bilder, die sich im Privatbesitz unserer Züchterin A. Hinsky-Billhard, Zwinger my smiling suncoat befinden:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

Interessengemeinschaft Spitze im IHV